Regionalliga +++ Wenn der Wurm drin ist, dann ist er drin…

 

Am Samstag war es wieder soweit: Das in der Göttinger Volleyballgeschichte zweite Stadtderby stand an. Obwohl die Motivation, endlich den ersten Sieg im Jahr 2020 einzufahren, durch die Umstände noch höher war als sonst, konnten wir es wieder nicht schaffen unsere gewohnte Leistung abzurufen. Der ASC Göttingen war hingegen hoch motiviert sich für 0:3-Niederlage aus dem Hinspiel zu revanchieren und erwischte im Gegensatz zu uns eindeutig den besseren Tag. Daher müssen wir uns am Ende des Tages gegen einen stark kämpfenden ASC mit 1:3 geschlagen geben.

Dabei begann der erste Satz sehr vielversprechend. Mit Franziska Wulf am Aufschlag wurde die gegnerische Annahme direkt unter Druck gesetzt. Durch Franziskas Aufschlagsserie schafften wir es uns direkt zu Beginn mit 5:0 abzusetzen. Daraufhin reagierte der ASC prompt mit einer Auszeit, welche ihre Wirkung zeigte. Starke Angriffe von Frida Randen, welche unseren Block und die Annahme vor arge Probleme stellte, brachte die Wende. Es folgten druckvolle Aufschläge seitens des ASC, die schließlich den 7:7 Ausgleich brachten. Anschließend übernahmen die Gastgeberinnen sogar die Führung, welche sie auf ein 20:16 ausbauen konnten. Obwohl die eingewechselte Nicole Riechel den Abstand durch eine kleine Aufschlagsserie nochmal verkürzen konnte, erspielte sich der ASC den ersten Satzball des Spiels. Daraufhin folgte ein dramatisches Satzende. Ein Angriff wurde unsererseits Richtung Zuschaurang abgewehrt. Unser Zuspielerin Olga Moser rannte zwar dem Ball hinterher, wurde jedoch von einem entgegenkommenden Zuschauer gestoppt, der den Ball einfach fängt. Nach einer kleinen Diskussionszeit, in der die Mannschaften bereits die Seiten gewechselt haben, entscheidet das Schiedsgericht auf Wiederholung des Balls. Wir schafften es aber nicht die Chance zu nutzen und der erste Durchgang ging schließlich doch mit 25:22 an die Gastgeberinnen vom ASC.

Die Niederlage des ersten Satzes steckte deutlich in unseren Köpfen und die Nervosität war sichtlich zu spüren. Der Satz startete mit einem Fehlaufschlag unsererseits, auf den eine starke Aufschlagsserie des Gegners folgte. Die frühe Führung, die uns noch im ersten Satz gelang, erspielte sich so der ASC. Durch viele leichte Eigenfehler, Probleme in der Annahme und viele Fehlaufschläge gelang es uns nicht den Abstand zu verkürzen und wir liefen permanent einem Rückstand hinterher. Somit mussten wir uns schlussendlich auch im zweiten Durchgang mit 19:25 geschlagen geben.

Doch so einfach wollten wir nicht aufgeben. Der dritte Satz startete bis zu einem Stand von 8:8 auf Augenhöhe. Die Stabilität in unserer Annahme nahm zu und auch die Fehlerquote im Aufschlag wurde deutlich geringer. Dies ermöglichte uns endlich einen vernünftigen Spielaufbau, wodurch unsere Zuspielerin Olga ein variables Angriffsspiel aufziehen konnte. Mit starken Angriffen über alle Positionen und druckvollen Aufschlägen konnten wir die gegnerische Annahme und Abwehr unter Druck setzen, was endlich die Führung brachte. In der zweiten Satzhälfte gelang es uns endlich unser Können aufs Parkett zu bringen, was uns das Spielgeschehen dominieren ließ. Am Ende gewinnen wir den Satz deutlich mit 25:13.

Das Ergebnis aus dem vorherigen Satz ließ auf eine Wende hoffen. Allerdings schafften wir es wieder nicht, den Schwung aus dem dritten Satz mitzunehmen. Schnell gerieten wir in einen 3:11-Rückstand, der nach einer Vorentscheidung des Spiels aussah. Doch mehrere Wechsel unserer Trainer brachten frischen Wind auf das Spielfeld. In einer spektakulären Aufholjagd kämpften wir uns zurück und konnten in der Crunchtime des Satzes sogar zum 22:22 ausgleichen. Leider reichte es am Ende aber nicht ganz, sodass der ASC den Satz denkbar knapp mit 26:24 gewinnt und somit das Derby mit 3:1 für sich entscheidet.

Insgesamt war es mit Ausnahme des dritten Satzes und der zweiten Hälfte des letzten Durchgangs wieder ein schwaches Spiel von uns. Obwohl wir in den letzten Wochen stark trainiert haben, schaffen wir es am Spieltag wieder nicht die Leistung aus dem Training abzurufen und bleiben hinter unseren Möglichkeiten zurück. Somit bleiben wir zum achten Mal in Folge erfolglos und konnten immer noch keinen einzigen Sieg in 2020 einfahren. Dabei schmerzt die Niederlage vor einer wahnsinnig tollen Kulisse gegen den Stadtrivalen und vor eigenen Fans natürlich noch mehr als sonst. Zusätzlich ist durch einen Sieg von Langenhagen der Abstand nach unten nun denkbar knapp geworden, sodass die Gefahr auf das Abrutschen auf den Relegationsplatz um den Abstieg immer noch besteht.

Darum gilt es sich nun an den guten Sachen hochzuziehen und mit neuer Motivation in die neue Trainingswoche und das nächste Spiel zu gehen. Bereits am kommenden Samstag geht es im letzten Heimspiel der Saison gegen den USC Braunschweig, mit dem wir noch eine Rechnung offen haben. Wir hoffen, dass wir uns bei unseren treuen Fans vor heimischer Kulisse nochmal mit einem Sieg entschädigen können und dadurch endlich den Klassenerhalt zu sichern. Also merkt euch den Termin schon mal vor, wir brauchen wie immer eure tolle Unterstützung! [CK]

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