Regionalliga +++ Ein wichtiger Punkt auf unserem Konto

Dass der Januar für den Tuspo kein einfacher Monat im Spielbetrieb werden würde, ist schon seit Jahren kein Geheimnis. Aufgrund der Schließung der Sporthallen in den Weihnachtsferien und der Klausurenphase an der Uni fiel es uns schon immer schwer, unsere Leistung in den ersten Spielen des neuen Jahres abzurufen. Umso wichtiger ist der erkämpfte Punkt des gestrigen Spieltages gegen den Tabellenführer vom VC Osnabrück.

Wir hatten uns für diesen Spieltag drei Dinge fest vorgenommen: 1. Mit unserer Spielweise dafür sorgen, dass unser Teufelskreis lauter wird als das Megaphon des Gegners (Spoiler: Das hat wunderbar geklappt). 2. Nennen wir es ein aggressives Angriffsspiel, die tatsächliche Ausdrucksweise von Britta ist nicht socialmedia-tauglich. 3. Spaß haben!

Gesagt, getan. Mit viel Kampfgeist in der Verteidigung und einer ordentlichen Schippe Mut im Angriff und Aufschlag starteten wir in den ersten Satz. Immer wieder konnten wir durch tolle Abwehr- und Angriffsaktionen überzeugen und setzen den Gegner soweit unter Druck, dass er bereits bei 14:8 seine zweite Auszeit beanspruchen musste. Besonders unsere Franzi punktete in dieser Phase aus allen Lagen. Doch der Mentalcoach des VCO muss seinen Job ganz gut gemacht haben, die Mädels starteten eine Aufholjagd und kämpften sich auf 15:12 und 19:17 heran. In der Crunchtime behielten wir jedoch die stärkeren Nerven und konnten den Satz mit 25:23 für uns verbuchen.

Der zweite Satz startete so wie der erste Satz endete. Beide Teams schenkten sich nichts und so entwickelte sich ein umkämpfter Schlagabtausch, bei dem bis zum Spielstand von 15:16 auf Augenhöhe agiert wurde. Doch dann setzten uns die druckvollen Aufschläge von Osnabrücks #5 gehörig unter Druck, sodass wir nicht mehr in der Lage waren unser Angriffsspiel aufzuziehen und schnell ins Hintertreffen (15:24) gerieten. Nach einem letzten Aufbäumen unsererseits mussten wir uns in diesem Satz mit 19:25 geschlagen geben.

Da die ersten zwei Sätze so unglaublich anstrengend waren, entschieden wir uns die Sache im dritten Satz etwas ruhiger angehen zu lassen und uns erstmal zu erholen (9:25).

Wie geplant konnten wir den vierten Satz somit gestärkt angehen. Erneut agierten wir konzentriert in der Annahme, effektiv im Angriff und wach in der Abwehr und zwangen dem VCO so unser Spiel auf. Doch wer dachte, dass das Ding über 6:2, 17:13, 20:14 und 23:18 schon so gut wie gelaufen sei, wurde eines Besseren belehrt. Dieses Mal war es die #3 des VCO, die uns das Leben mit ihren Aufschlägen schwer machte und prompt einen Satzball für ihr Team erspielte (23:24). Auch die zwei Auszeiten und fünf Spielerwechsel auf unserer Seite konnten daran nichts ändern – Moppel und Stefan haben echt Alles gegeben. Drei vergebene Matchbälle des VCO waren jedoch mindestens einer zu viel, wir ließen uns kein weiteres Mal bitten und machten den Satz schlussendlich mit unglaublich viel Engagement zu (29:27).

Im dritten Satz führten wir bereits mit 5:2, mussten am Ende aber feststellen, dass das kleine Quäntchen Glück dann doch fehlte, bevor letztlich auch noch Pech hinzukam. Über 7:5 und 7:9 drehte sich die Führung, die wir nicht mehr in der Lage waren aufzuholen. Nach 2 Stunden und 17 Minuten Spielzeit mussten wir uns letztlich mit 2:3 (25:23, 19:25, x:25, 29:27, 12:15) geschlagen geben. Dennoch können wir sehr zufrieden sein. Im Vergleich zum Spieltag nur eine Woche zuvor in Langenhagen haben wir eine 200%ige Steigerung hingelegt, die uns in den noch kommenden Spieltagen der Saison garantiert zu dem ein oder anderen Sieg verhelfen wird, am besten gleich nächste Woche beim Oldenburger TB, der uns frecherweise den Rang in der Tabelle abgelaufen hat.

Wir bedanken uns wie immer bei all den treuen Fans, die gestern da waren und den Fanclub des VCO in seine Schranken gewiesen haben – ein Megaphon reicht halt nicht aus, um gegen euch anzukommen – und hoffen, dass wir euch mit dem gestrigen Spiel gebührend für eure Leistung entschädigt haben. OM

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